ROI und IRR messen beide die Rentabilität einer Investition, aber auf grundlegend verschiedene Weise. Hier erfahren Sie, wann welche Kennzahl die bessere Wahl ist.
Der wesentliche Unterschied
ROI (Return on Investment) ist die Gesamtrendite einer Investition – unabhängig davon, wie lange sie dauert. IRR (Internal Rate of Return) ist die jährliche Rendite unter Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes.
ROI: 10.000 € investiert, 15.000 € nach 5 Jahren = 50% ROI
IRR: Dieselbe Investition = 8,45% IRR pro Jahr
Wann ROI verwenden?
- Schnelle Übersicht: ROI ist intuitiv und schnell zu berechnen.
- Kurze Zeiträume: Bei Investments unter einem Jahr ist ROI oft aussagekräftiger.
- Einfache Struktur: Eine Investition, eine Rückzahlung – ROI reicht.
Wann IRR verwenden?
- Mehrjährige Projekte: IRR berücksichtigt, dass frühere Cashflows wertvoller sind.
- Unterschiedliche Laufzeiten vergleichen: 50% ROI über 10 Jahre ist weniger als 50% ROI über 2 Jahre.
- Komplexe Cashflows: Bei mehreren Ein- und Auszahlungen brauchen Sie IRR.
Praktisches Beispiel
Option A: 10.000 € investieren, nach 1 Jahr 12.000 € erhalten.
Option B: 10.000 € investieren, nach 5 Jahren 18.000 € erhalten.
| Kennzahl | Option A | Option B |
|---|---|---|
| ROI | 20% | 80% |
| IRR | 20% | 12,5% |
Nach ROI ist Option B besser. Nach IRR ist Option A besser. Wer hat recht? Das hängt von Ihren Zielen ab – aber wenn Sie das Geld aus Option A nach einem Jahr erneut investieren können, ist A oft die bessere Wahl.
Unsere Empfehlung
Nutzen Sie beide Kennzahlen zusammen. Berechnen Sie den ROI für einen schnellen Überblick und den IRR für einen aussagekräftigen Vergleich. Unsere ROI- und IRR-Rechner helfen dabei.