Der größte Feind Ihrer Rendite ist nicht der Markt – es ist Ihr eigenes Gehirn. Behavioral Finance zeigt, wie psychologische Fallen zu schlechten Entscheidungen führen.
Die häufigsten kognitiven Verzerrungen
Verlustaversion
Der Schmerz eines Verlustes ist etwa doppelt so stark wie die Freude über einen gleich großen Gewinn. Deshalb halten wir Verlustpositionen zu lange (in der Hoffnung auf Erholung) und verkaufen Gewinner zu früh.
Bestätigungsfehler
Wir suchen Informationen, die unsere bestehende Meinung bestätigen, und ignorieren gegenteilige Hinweise. Bei der Aktienauswahl kann das gefährlich werden.
Aktualitätsfehler
Wir überbewerten jüngste Ereignisse. Nach einem Crash glauben wir, es geht ewig bergab; nach einem Boom sind wir übermäßig optimistisch.
Herdenverhalten
Wir folgen der Masse – kaufen, wenn alle kaufen (wenn teuer) und verkaufen, wenn alle verkaufen (wenn günstig).
Wie Sie die Fallen vermeiden
- Regeln definieren: Legen Sie Kauf-/Verkaufskriterien vor der Entscheidung fest.
- Automatisieren: Sparpläne schalten Emotionen aus.
- Tagebuch führen: Dokumentieren Sie Entscheidungen und ihre Gründe.
- Gegenargumente suchen: Suchen Sie aktiv nach Argumenten gegen Ihre Position.
- Wartezeit einführen: Warten Sie 48 Stunden vor großen Entscheidungen.
Zitat: „Die Märkte können länger irrational bleiben, als Sie zahlungsfähig." — John Maynard Keynes
Emotionen nutzen statt bekämpfen
Angst und Gier verschwinden nicht. Der Schlüssel ist, sie zu erkennen und Systeme zu haben, die Sie vor impulsiven Reaktionen schützen.