Der IRR lässt sich nicht mit einer einfachen Formel berechnen – er erfordert Iteration. Aber keine Sorge: Mit den richtigen Werkzeugen ist es einfach. Hier erfahren Sie, wie es funktioniert.
Die IRR-Formel verstehen
Der IRR ist der Zinssatz r, bei dem gilt:
NPV = Σ (Cashflow_t / (1+r)^t) = 0
Da r in der Gleichung nicht isoliert werden kann, muss der Wert durch Ausprobieren gefunden werden.
Methode 1: Excel verwenden
Die einfachste Methode:
=IRR(A1:A5)
Wobei A1:A5 Ihre Cashflows enthält (erste Zelle negativ für die Investition).
Methode 2: Versuch und Irrtum
- Schätzen Sie einen Zinssatz (z.B. 10%)
- Berechnen Sie den NPV mit diesem Satz
- Ist der NPV positiv? Der IRR ist höher. Negativ? Der IRR ist niedriger.
- Wiederholen Sie, bis NPV ≈ 0
Praktisches Beispiel: Mietimmobilie
Sie kaufen eine Wohnung:
- Jahr 0: -100.000 € (Kaufpreis und Nebenkosten)
- Jahr 1-5: +8.000 € (jährliche Nettomoete)
- Jahr 5: +110.000 € (Verkaufserlös nach Kosten)
Die Cashflows sind: -100.000, 8.000, 8.000, 8.000, 8.000, 118.000
IRR: 10,7%
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Häufige Fehler vermeiden
- Vorzeichen verwechselt: Auszahlungen sind negativ, Einnahmen positiv.
- Zeitpunkte falsch: Alle Cashflows müssen dem richtigen Jahr zugeordnet sein.
- Inflation ignoriert: IRR ist nominal – für reale Rendite Inflation abziehen.